Badeangst

Berlin, 30 Grad im Schatten - seit Tagen. Ich schwitze. Es ist ein idealer Tag, um zum See zu fahren, eine Runde zu schwimmen, Abkühlung zu finden und erholt und erfrischt nach Hause zu fahren.
Wenn da nicht die Badeangst wäre.Zum See fahre ich stets mit dem Gatten. Der kann mich nämlich retten, wenn mir etwas zustößt. Zum Beispiel könnte ich im See von der Schnappschildkröte gebissen werden:

http://www.bild.de/regional/berlin/schnappschildkroete-aus-der-spree-hat...

Und dann wäre die Achillessehne gerissen, denn Schnappschildkröten sind so gemein, dass sie immer da reinbeißen, wo es besonders weh tut und wo man danach ausser Gefecht ist. Und wie komme ich dann nach Hause?

Der Gatte ist in Frankfurt. Und ich habe keine Freunde, die mich zum See begleiten würden. Ich habe sowieso überhaupt keine Freunde. Wenn die Schnappschildkröte also zubeißt, bin ich ganz allein. Für eine lange Zeit. Vielleicht muss ich am See bleiben, mein Mobiltelefon ist ja im Auto, und ich kann niemanden verständigen, nicht einmal die Feuerwehr.

Ich habe solche Angst, dass ich stattdessen lauwarm dusche.

Vielleicht wird es ja bald wieder kalt.

Comments

Am See gibt es natürlich  auch andere Leute. Die sind allerdings meistens nackt und übergewichtig und machen auch bei Rettungsversuchen mehr Angst als sie helfen können.

Und dann gibt es noch den Freund, der sehr gerne zum See fährt. Er verbraucht aber so viel Alkohol, dass an eine Unterstützung bei der Rettung nicht zu denken ist. Vorteil ist allerdings: Im Falle von Benzinknappheit kann er einfach in den Motor pusten. Sein Atem hat so viel Alkoholgehalt, dass man damit locker nach Hause fahren kann.